Der Weg ins Glück (Bernard Benson)

„Dein Körper ist keine Maschine. Er ist eine empfindsame Vereinigung von Stoffen und Energien, in Einklang mit sich und seiner Umgebung. Achte darauf, was du ihm zuführst, womit du ihn bedeckst und ihn umgibst – vergiss das nie!“

B. Benson, Der Weg ins Glück, München 1999, 78 (Heyne Bücher).

Zugegeben: Als mein Vater mir das Buch an Weihnachten 2025 überließ, damit es mir in einer schweren Zeit helfen möge, war ich etwas skeptisch. Warum?

Bernard Benson, der Weg ins Glück, ist ein älteres Buch. Geschrieben neun Jahre vor meiner Geburt im Jahr 1985, seit 1987 auch auf deutsch erhältlich und immer mal wieder neu aufgelegt.

Schlägt man das Buch auf, begegnet eine Handschrift in überwiegend blauer und roter Schrift. Zudem diverse Zeichnungen. Eher unüblich für Bücher.
Zu Beginn hat es mich abgeschreckt. Ehrlich.
Eigentlich wollte ich deswegen nicht reinschauen, aber es kam von meinem Vater. In guter Absicht. Also überwand ich mich, gab dem Buch eine Chance.

Meine niedrigen Erwartungen wurden weit übertroffen. Bernard Benson wandte sich nach seinem Ausstieg aus dem Militär und der Rüstungsindustrie dem Buddhismus zu und lernte die Lehren in Tibet kennen.

Genau das merkt man in seinem Buch. Im gelingt es die tibetischen Lehren auf anschauliche Art und Weise zu beschreiben, sodass sie jeder versteht. Denn verpackt sie geschickt: Zwei Kinder, die Interesse an der Welt haben und gerne Dinge erforschen, sind draußen unterwegs und entdecken einen geheimen Pfad. An ihm findet sich das Schild mit der Aufschrift „Glück“. Von der Neugier getrieben, begeben sich die Kinder auf diesen Pfad und begegnen fortan an unterschiedlichen Wegpunkten verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten. All diese Menschen helfen den Kinder zu verstehen, was Glück bedeutet und wie man es schaffen kann, es glückliches Leben zu leben, welches nicht ausgerichtet auf materiellen Reichtum, sondern auf ein achtsames Leben mit sich und seiner Umfeld abzielt.

Die Art und Weise wie Bernard Benson dies macht, ist liebevoll und es macht Spaß, sich die verschiedenen Wegstationen durchzulesen, aus ihnen zu lernen und die kleinen beispielhaften Geschichten mit in das eigenen Leben zu nehmen: Für sich, aber genauso, um sie mit anderen zu teilen und im Idealfall für andere auf dem Weg nach dem Glück einer der Menschen aus dem Buch zu sein.

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